Werbung querbeet: Crossmediale Marketingkampagnen

Im digitalen Zeitalter ist die Online-Werbung in den Mittelpunkt der Marketingkampagnen gerückt. Ob soziales Netzwerk oder eigener Blog, die Unternehmenspräsentation im Internet kommt an. Dennoch genießen auch Offline-Materialien wie klassische Flyer und Plakate nach wie vor eine gewisse Priorität. Auf Messen oder bei Seminaren beispielsweise lässt sich Online-Werbung eben nicht so gut – oder nur kurzfristig am Bildschirm – einsetzen. Crossmediales Marketing ist die Lösung, die Online- und Offline-Werbung gekonnt miteinander verbindet.

Werbekanäle verschmelzen, Kunden binden

Der Werbespot im TV einerseits, die große Plakatwand andererseits – von solch medialen Großauftritten kann so manches Startup Unternehmen nur träumen. Doch auch in einem kleineren Rahmen macht es schon Sinn, werbetechnisch auf verschiedene Kanäle zu setzen. Die logische Folge: Mehrere Zielgruppen werden erreicht. In sozialen Netzwerken werden beispielsweise vor allem jüngere Kunden direkt angesprochen, Plakatwände eignen sich als lokale Werbemöglichkeit, um im nahen Umfeld von Startups Kunden zu binden. Beide Werbemaßnahmen lassen sich durch die richtige Vorbereitung gekonnt miteinander verknüpfen. Wenn das geschieht, fällt oft der Begriff des crossmedialen Marketings.

Crossmedial = Mehrere Kanäle, ein Werbeziel

Hinter dem Begriff verbirgt sich nichts anderes, als die Werbung auf verschiedenen Kanälen, die miteinander in Verbindung gesetzt wird. Am Beispiel der sozialen Netzwerke und der klassischen Plakatwände könnte im Internet auf die Plakate verwiesen werden, während sich auf den Offline-Werbeprodukten ein QR-Code mit direkter Verlinkung auf das soziale Netzwerk befindet. So wird eine Brücke geschlagen zwischen Internet und realer Welt. Crossmediales Marketing setzt meist auf den Einsatz von mindestens drei Kanälen – als dritter käme beispielsweise das Radio oder eine Fachzeitschrift in Frage. Auch die kleine, aber feine Visitenkarte ist aus keiner Branche wegzudenken. Der Vorteil für Startups: Die Kosten für den Druck sind meistens erschwinglich und erlauben mit dem Budget das crossmediale Marketing auf vielen weiteren Kanälen.

Dem roten Faden treu bleiben

Doch aufgepasst: Zeitgleich online und offline zu werben heißt nicht, einfach wahllos verschiedene Slogans, Produkte oder Anregungen in den Raum zu werfen. Viel wichtiger ist es, beim crossmedialen Marketing einem Leitgedanken treu zu bleiben. Dieser sollte in allen Formen der Werbung umgesetzt werden. Was wollen Startups und KMUs gezielt mit der aktuellen Kampagne erreichen? Möchten sie ein bestimmtes Produkt in den Vordergrund rücken oder mit der Firmenphilosophie punkten? Wer mutig ist, setzt hierbei auf eine abwechslungsreiche, aufsehenerregende Variante: Das Guerilla Marketing. Hier wird Kreativität groß geschrieben – und im Idealfall mit Erfolg bei den Kunden belohnt. Es gilt, die perfekte Balance zwischen fantasievoll und provokativ zu finden. Nicht alle Startups trauen sich, diesen Schritt zu einem frühen Zeitpunkt ihrer Karriere zu wagen. So oder so sollte aber schon von Beginn an Wert darauf gelegt werden, die Vorteile der verschiedenen Werbekanäle zu nutzen.

Online- und Offline-Werbung: Vorteile halten sich die Waage

Welche Art zu werben im digitalen Zeitalter priorisiert wird und die Kundenaufmerksamkeit nachhaltig sichert, ist nicht klar festzustellen. Zwar heißt es einerseits, Printmedien sprächen alle Sinne an, da sie sicht- und fühlbar sind, während Online-Medien ausschließlich auf visuelle Reize setzen. Und da die meisten Menschen ihre Entscheidungen für oder gegen ein Unternehmen unbewusst treffen, ist die Haptik ein nicht unwichtiger Faktor. Außerdem bleibt Printwerbung dem Kunden länger im Gedächtnis. Doch andererseits kann die Werbung im Internet durchaus mehrere Sinne beanspruchen, beispielsweise dann, wenn es sich bei der Marketingmaßnahme um ein Video handelt. Hier kann im Gegensatz zu den Printmedien auch auf die Verwendung von Tönen gesetzt werden. Außerdem wirkt ein kreatives Video, vielleicht eben aus dem Bereich des Guerilla Marketing, innovativ und zeitgemäß. Die Vor- und Nachteile der Online- und Offline-Werbung sind daher recht ausgeglichen, eine Priorität für Startups und KMUs gibt es nicht. Da kommt eine crossmediale Kampagne gerade Recht, welche das Beste aus den beiden Bereichen herausholt.


Veröffentlicht am: 16. September 2016
von: Lars Nielsen
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