Ergonomie am Arbeitsplatz

Jeder Beruf und alle Arbeiten haben ihre Vor- und Nachteile. Besonders die Tätigkeiten ohne das gewisse Maß an Abwechslung machen es dem Körper oft schwer. Rückenprobleme, Gelenkschmerzen und Sehstörungen sind nur ein Teil der möglichen Beschwerden im Berufsalltag. Meist entstehen die Verspannungen, Schmerzen und Beeinträchtigungen durch eine starre Arbeitshaltung, oder ein zu viel an Belastung während der Arbeit. Maßnahmen zur Vorbeugung bzw. Entlastung machen daher Sinn und auch der Arbeitgeber hat im Bereich des Arbeitsschutzes einige Verpflichtungen.

Prophylaxe als erstes Mittel der Wahl

Die Bewegungsstudie der Techniker Krankenkasse hat die Problematik der Arbeitnehmer in Deutschland erfasst. Nicht ohne Grund, wurde diese als „Beweg dich, Deutschland“ benannt und sorgte bereits mit diesem Namen für Furore. Der Durchschnittsdeutsche würde demnach täglich sieben Stunden im Sitzen verbringen und jeder vierte sogar bis zu neun Stunden. Aufgrund der unflexiblen Arbeitshaltung kommt es dann leicht zu Beschwerden im Bewegungsapparat. Auch die Bildschirmarbeit ist in heutigen Tagen ein großes Thema. Bei den Überprüfungen bezüglich der Einhaltung der Bildschirmarbeitsverordnung am Arbeitsplatz wurden in der Vergangenheit immer wieder Mängel festgestellt. Es mangelt oft am zur Verfügung gestelltem Platz und auch die Ausstattung passt nicht mit den gesetzlichen Bestimmungen überein. Beispielsweise spielen hier auch ausreichend gute Lichtverhältnisse, das Klima und Gegebenheiten vom Boden eine Rolle. Es ist also kein Wunder, dass sich große Onlineportale für Büroausstattungen wichtige Regeln zur Gestaltung des Arbeitsplatzes bereits zu Herzen genommen haben und Ihre Produktauswahl auf zuverlässige Modelle beschränken. Experten sagen des Weiteren, mehr als sechs Stunden sitzende Tätigkeit sollten es nicht sein und jede Stunde müsste etwas Bewegung möglich gemacht werden. Der Gang zur Toilette, das organisieren eines Getränks und weitere regelmäßige Betätigungen können also schon Entlastung bringen. Hier fällt dann meist das geflügelte Wort „Steh- und Sitzdynamik„.

Pflichten der Arbeitgeber

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) meint: „Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft“. Der Gesetzgeber sieht auch für die Unternehmen gewisse Pflichten vor. Im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) werden die Grundpflichten des Arbeitgebers erläutert. Auch die Beurteilung der Arbeitsbedingungen und deren Dokumentation sind genau geregelt. Für die Arbeit am und mit dem PC gelten die bereits erwähnten Feststellungen der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV). Des weiteren sorgt die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) für Klarheit bezüglich der räumlichen Bedingungen und sonstigen, relevanten Unterkünften für die Angestellten und Arbeiter. Unabhängige Gesellschaften für Zertifizierungen dann DIN ISO oder anderen Modellen, verfügen zusätzlich zur Gesetzgebung über eigene Kriterien, die für Arbeitgeber relevant sein können. Diese sind dann ausschlaggebend für Zertifizierungen und auch für die Verlängerung dieser Qualitätssiegel.

Innerbetriebliche Regelungen für den Arbeitsschutz

Für alle Aufgaben und Bereiche eines Unternehmens muss jemand eingesetzt werden, der die Gegebenheiten adäquat überprüft. Da der Arbeitsschutz und die darin enthaltenen Maßnahmen durch Gesetze vorgegeben sind, müssen deren Bestimmungen auch auf Einhaltung und Wirksamkeit kontrolliert werden. Das kostet den Arbeitgeber natürlich Zeit. Spezielle Software und Programme können diesen Aufwand enorm verringern und bei der Planung des BGM unterstützen. Definitionen der notwendigen Aufgaben sind hier bereits hinterlegt und machen die Implementierung umso einfacher.


Veröffentlicht am: 19. Januar 2016
von: Lars Nielsen
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